Nach 1,5 Jahren EU-HTA (Start: 15.01.2025) fällt die bisherige Bilanz mager aus: Bisher sind nur 22 Verfahren gestartet worden – davon sind lediglich 3 abgeschlossen, 3 wurden eingestellt und 16 Verfahren laufen noch. Die HTA-Koordinierungsgruppe hatte für die ersten beiden Jahre eine Zahl von 70-75 Verfahren vorhergesagt.
Nur sechs der 22 Medikamente, die den EU-HTA-Prozess begonnen haben, wurden von den 20 führenden Pharmaunternehmen entwickelt bzw. mitentwickelt: Pfizer, Novartis, AstraZeneca, Amgen, Eli Lilly und BMS. Viele der Unternehmen, die den EU-HTA-Prozess vorantreiben, haben relativ geringe Erfahrung mit dem europäischen HTA-Umfeld, was sie benachteiligen könnte, wenn es darum geht, die Anforderungen mehrerer Behörden gleichzeitig zu erfüllen.
Es hat den Anschein, dass Europa insbesondere gegenüber den USA und China bei der Entwicklung und Markteinführung von Innovationen im Arzneimittelbereich zurückfällt.