Frühe Nutzenbewertung: G-BA-Beschlüsse im Detail analysiert

Der AMNOG-Monitor liefert aktuelle, fundierte Analysen aller Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur frühen Nutzenbewertung und eine Übersicht der verhandelten  Erstattungsbeträge im Zeitverlauf – die unverzichtbare Arbeitshilfe für HTA-, Market Access und Pricing.

 

AMNOG-Entwicklungen auf einen Blick

Zusammenfassenden Analysen und Auswertungen halten Sie immer auf dem aktuellen AMNOG-Wissensstand. mehr >>

Einzelanalysen aller G-BA Beschlüsse

Der AMNOG-Monitor enthält detaillierte Einzelauswertungen zu jeder frühen Nutzenbewertung des G-BA. mehr >>

Erstattungsbeträge im Zeitverlauf

Verfolgen Sie die Preisentwicklung und Jahres­therapiekosten nutzenbewerteter Arzneimittel vor und nach den Erstattungsbetrags-Verhandlungen. mehr >>

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Intelligente Suche

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Außervertriebnahmen

Verfolgen Sie die Marktrücknahmen und Opt-outs nutzenbewerteter Arzneimittel. mehr >>

 

Erkennen Sie Trends und Entscheidungswege in der frühen Nutzenbewertung: Der AMNOG-Montor ist das Werkezug für HTA und Pricing in der pharmazeutischen Industrie.

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Beschlüsse April 2021

Liebe Leserinnen und Leser des AMNOG-Monitors,

der G-BA hat sechs für den März geplante Nutzenbewertungen auf Anfang April verschoben, so dass es nur eine Nutzenbewertung gab: Für das Orphan Drug Belantamab-Mafodotin gab es einen Anhaltspunkt für einen nicht-quantifizierbaren Zusatznutzen bei Patienten mit Multiplem Myleom und mindestens vier Vortherapien, deren Erkrankung refräktar und forschreitend ist. Darüber hinaus gab es zwei neue Schiedssprüche: Cannabidiol (Epidyolex®) sowie Betibeglogene autotemcel (Zynteglo®).

Aktuelle Preisanpassungen der Abgabepreise (APU) waren bei Brolucizumab (Beovu®), Daratumumab (Darzalex®), Insulin glargin / Lixisenatid (Suliqua®), Ribociclib (Kisqali®), Rurioctocog alfa pegol (Adynovi®), Tezacaftor / Ivacaftor (Symkevi®) sowie Upadacitinib (Rinvoq®) zu verzeichnen. Ombitasvir / Paritaprevir / Ritonavir (Viekirax®) wurde vom letzten noch verbliebenen Anbieter in Deutrschland außer Vertrieb gemeldet.

Am 11. März wurde von der EMA die Zulassung des Adenovirus-Impfstoffs von Johnson & Johnson erteilt. Der russische Adenovirus-Impfstoff Sputnik V ist seit Anfang März im Rolling Review. Für diesen Impfstoff gibt es bisher allerdings keine Bestellungen seitens der EU-Kommission oder Deutschlands.
Am 15. März teilte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit, die Impfung mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff wegen sehr selten auftretender Nebenwirkungen (Hirnvenenthrombosen) zunächst auszusetzen. Zuvor hatte die STIKO am 04. März ihre von der EMA Zulassung abweichende Empfehlung vom 29.01.2021, Patienten über 65 Jahre zunächst nicht mit dem AstraZeneca Präparat zu impfen, aufgrund der aktuellen Erfahrungen in England und Schottland zurückgenommen. Bei der 2. Impfung soll der Abstand zwischen den beiden Impfungen möglichst 12 Wochen betragen. Dieser Zeitraum ist auch durch die Zulassung gedeckt. Am 18 März bekräftige die EMA den Nutzen des Astra-Zeneca-Impfstoffs bei der Verhinderung einer COVID-19-Infektion. Es kommt nicht zu einer erhöhten Rate von Thromboembolien. In einigen Fällen sind Hirnvenenthrombosen aufgetreten.
https://www.ema.europa.eu/en/news/covid-19-vaccine-astrazeneca-benefits-still-outweigh-risks-despite-possible-link-rare-blood-clots

Wir haben den Monat genutzt für eine Umstellung des Monatsberichts (PDF) und der begleitenden Powerpoint-Präsentation (PPTX) auf die G-BA-Klassifizierung der Verfahren in 14 Therapiegebiete. Die Orphan Drugs weisen wir auch weiterhin zusätzlich aus.

Bleiben Sie gesund!
Dr. Johannes Hankowitz

Belantamab-Mafodotin Blenrep® Multiples Myelom, mind. 4 Vortherapien, Monotherapie 100% Anhaltspunkt für nicht-quantifizierbaren Zusatznutzen