Frühe Nutzenbewertung: G-BA-Beschlüsse im Detail analysiert

Der AMNOG-Monitor liefert aktuelle, fundierte Analysen aller Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur frühen Nutzenbewertung und eine Übersicht der verhandelten  Erstattungsbeträge im Zeitverlauf - die unverzichtbare Arbeitshilfe für HTA-, Market Access und Pricing.
 

 

 

Liste aller G-BA Beschlüsse

Der AMNOG-Monitor enthält detaillierte Einzelauswertungen zu jeder frühen Nutzenbewertung des G-BA. more >>

Interaktive Auswertung

Mit unserem Online-Analysetool beantworten Sie (fast) alle Fragen zur frühen Nutzenbewertung. more >>

Intelligente Suche

Recherchieren Sie direkt in G-BA-Beschlüssen, Tragenden Gründen, Nutzenbewertungen und weiteren Dokumenten more >>

Erstattungsbeträge im Zeitverlauf

Verfolgen Sie die Preisentwicklung und Jahres­therapiekosten nutzenbewerteter Arzneimittel vor und nach den Erstattungsbetrags-Verhandlungen. more >>

Erste Schritte: "Interaktive Auswertung"

Eine hilfreiche Kurzanleitung zur Arbeit mit dem mächtigen Analyse-Tool des AMNOG-Monitors. more >>

Erste Schritte: "Einzelauswertung"

Eine Tour durch die quantitativen und qualitativen Kurzanalysen jedes G-BA Beschlusses. more >>

Liebe Leserinnen und Leser des AMNOG-Monitors,

„Eine krisenfeste Gesundheitsversorgung ist elementarer Teil einer vorausschauenden Sicherheitspolitik“, so Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf der Münchner Sicherheitskonferenz (13.-15.02.). Deutschland und Europa müssen mehr Resilienz im Gesundheitswesen entwickeln, um sich auf Krisensituationen wie Verteidigungsfall, Pandemien, Unterbrechung von Lieferketten besser vorzubereiten und entsprechende Krisenpläne zu entwickeln.

Auch auf der jährlichen Pharmajahrestagung (09.-11.02.) des Handelsblatts in Berlin stand die geänderte geopolitische Lage und deren Auswirkung auf das deutsche Gesundheitswesen im Mittelpunkt. Thomas Müller (BMG) stellte heraus, dass die Pharma- und Medizinprodukte-Branche von der Bundesregierung als Schlüsselindustrie mit hoher Wertschöpfung angesehen wird, deren wirtschaftliche Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb verbessert werden sollten. Das BMG setzt vor allem auf den Pharmadialog, der zu einer Pharmastrategie weiterentwickelt werden soll.

Bei der Weiterentwicklung des AMNOG sollen die Dossiers vereinfacht werden und ggf. auf AMNOG-Bewertungen bei geringen Patientenzahlen (<20) bzw. geringen Umsatzsätzen (<20 Mio. €/Jahr) ganz verzichtet werden. Auch die kurzfristige Änderung der ZVT sieht das BMG kritisch – ähnlich wie der Sachverständigenrat (SVR) in seinem Gutachten. Die anwendungsbegleitende Datenerhebung (AbD) ist in ihrer jetzigen Form wenig zielführend und soll ggf. durch wirkstoffübergreifende, indikationsorientierte Register ersetzt werden. Auch der vertrauliche Erstattungsbetrag hat sich bisher nicht als Erfolgsmodell etabliert. Leitplanken und Kombinationsabschläge könnten ggf. durch einfache Kompensationsmodelle ersetzt werden. Gleichzeitig ist seit Jahren eine dynamische Ausgabenentwicklung innerhalb der GKV zu verzeichnen, die alle Hauptbereiche (Krankenhaus, Arzneimittel, Ärztliche Behandlung) gleichermaßen betrifft.

Frau Haas (GKV-Spitzenverband) forderte, dass die Förderung des Pharmastandorts Deutschland eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und nicht durch die GKV-Versicherung finanziert werden kann.

Im Februar gab es 9 neue G-BA Beschlüsse (Abb. A), 8 neue Verfahren wurden gestartet (Abb. B), die Preisänderungen sind in Abb. C dargestellt und inzwischen wurden 14 EU-HTA Verfahren begonnen (siehe Link).
Laufende EU-HTA Verfahren (Excel)

Unser neu programmierter AMNOG-Monitor mit integriertem EU-HTA weist eine Reihe von Neuerungen, z.B. eine komplett überarbeitete „Intelligente Suche“, sowie andere Funktionen (z.B. Leitplanken, Kombi-Rabatt, Vertraulicher Erstattungsbetrag) auf und weitere sind in Planung, z.B. MFN-Tracking. Nutzen Sie frühzeitig die Möglichkeit einer kostenlosen Schulung, um von den neuen Möglichkeiten zu profitieren.

Die aktuellen Änderungen der Erstattungsbeträge von AMNOG-Produkten sehen Sie hier.
EMA Positive Opinions zu neuen Arzneimitteln finden Sie hier.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johannes Hankowitz
München, 20. Februar 2026